Shopify VS Eigener Code

Shopify vermietet dir einen fertigen Shop auf einer Plattform, die du dir mit vielen anderen teilst. Ein Shop in eigenem Code ist Software, die eine Agentur für dein Geschäft schreibt und die dir gehört. Dieser Vergleich zeigt dir nüchtern, wie beide funktionieren, was sie kosten, wenn dein Umsatz wächst, und wo jeder Weg seine Stärken hat.

Stand der Preise und Gebühren: 8. Oktober 2026, aus den Angaben der Anbieter

Thema
Shopify
Eigener Code
Laufende Kosten
ab 27 €im Monat für den Tarif, jede App kostet extra
25 bis 40 €im Monat für Hosting und Datenbank
Zahlungen
Mit einer Anmeldungdanach je Kartenzahlung 2,1 bis 1,6 % + 0,30 €
Einzeln eingebundendanach je Kartenzahlung etwa 1,5 % + 0,25 €
Funktionen
ab 10 $im Monat je App, in Minuten installiert
0 €im Monat, bei mir im Preis inklusive
Eigentum
Gemietetbeim Wechsel bleiben Theme und Apps zurück
Gehört dirbeim Wechsel zieht der ganze Shop mit

So funktionieren beide Wege

Shopify

Shopify ist ein Shopsystem zur Miete. Für den monatlichen Tarif stellt Shopify Server, Warenkorb, Kasse und Verwaltung, kümmert sich um die Sicherheit und spielt Updates für alle Shops zugleich ein.

Die Gestaltung entsteht über ein Theme, zusätzliche Funktionen kommen als Apps aus dem App Store. Zahlungen laufen am einfachsten über Shopify Payments, daran verdient Shopify bei jedem Verkauf mit.

Eigener Code

Ein Shop in eigenem Code ist Software, die eine Agentur für dein Geschäft schreibt. Er läuft auf einem eigenen Server, seine Daten liegen in deiner Datenbank, und Zahlungsanbieter wie PayPal oder Klarna bindet die Agentur direkt an.

Funktionen baut sie in den Shop ein, statt sie dazuzumieten. Code, Daten und Zugänge gehören dir, um Server und Updates kümmert sich ein Entwickler, meist die Agentur, die den Shop gebaut hat.

Was kostet dein Shop im Monat, wenn dein Umsatz wächst?

Den Aufbau bezahlst du in beiden Fällen einer Agentur, denn Gestaltung, Produkte und Texte sind auf jedem System dieselbe Arbeit. Der Unterschied liegt in den laufenden Kosten. Stell deinen Umsatz ein und sieh, wohin sie wachsen.

20.000 €
Apps mit Monatsgebühr
3

Bei 20.000 € Umsatz im Monat zahlst du mit Shopify rund 665 €, mit eigenem Code rund 538 bis 553 €. Shopify kostet rund 112 bis 127 € mehr im Monat, 1.344 bis 1.524 € im Jahr und 6.720 bis 7.620 € in fünf Jahren.

Annahmen: 100 € je Bestellung, die Hälfte der Bestellungen zahlt per Karte oder mobilem Bezahldienst, die andere Hälfte per PayPal, 3 Apps zu je 20 €, Hosting und Datenbank mit 25 bis 40 € im Monat. Aufbau und Pflege durch eine Agentur sind auf beiden Seiten nicht eingerechnet.

Shopify
Jeden Monat zahlst du den Tarif, bei jährlicher Zahlung 27, 79 oder 289 €, dazu Apps, deren bezahlte Tarife meist 10 bis 50 US-Dollar kosten. Der größere Posten wächst mit jedem Verkauf: Shopify Payments nimmt 2,1 bis 1,6 Prozent plus 0,30 € je Kartenzahlung. Rund drei Viertel seines Umsatzes macht Shopify mit solchen Gebühren.
Eigener Code
Für Hosting und Datenbank zahlst du meist 25 bis 40 € im Monat, die Datenbank reicht oft im kostenlosen Tarif. Dazu kommen die Gebühren deiner Zahlungsanbieter, bei Karten im Standardtarif etwa 1,5 Prozent plus 0,25 €. An eine Plattform geht nichts, egal wie viel du verkaufst.

Für dich heißt das: Bei kleinem Umsatz ohne Apps liegen beide etwa gleichauf. Je mehr du verkaufst, desto mehr Geld bleibt mit eigenem Code in deinem Betrieb.

Wie kommen die Zahlungen in deinen Shop?

Kunden in Deutschland zahlen gern mit PayPal, per Karte oder auf Rechnung. Bei den Zahlungen hat Shopify einen echten Vorsprung, ein eigener Shop braucht dafür mehr Einrichtung.

Shopify
Mit einer Anmeldung bei Shopify Payments nimmt dein Shop Karten, mobile Bezahldienste und Klarna an, ohne Programmierung. PayPal kommt mit eigenem Vertrag dazu und bleibt ohne Zusatzgebühr, solange Shopify Payments dein Hauptanbieter ist. Jeder andere Anbieter kostet zusätzlich 2 Prozent im Tarif Basic, 1 Prozent in Grow und 0,6 Prozent in Advanced.
Eigener Code
Deine Agentur bindet jeden Anbieter einzeln über seine Schnittstelle an, etwa einen Kartenanbieter, PayPal und Klarna. Das ist einmal Arbeit. Danach schließt du deine Verträge direkt mit den Anbietern, und es gelten nur ihre Gebühren.

Für dich heißt das: Shopify ist bei Zahlungen schneller startklar, das ist sein klarster Vorteil. Ein eigener Shop braucht für jeden Anbieter eine Anbindung, dafür zahlst du bei Karten weniger je Verkauf.

Was passiert, wenn dein Shop mehr können muss?

Konfiguratoren, Mengenrechner, Staffelpreise oder eine Freigabe vor der Produktion: Viele Shops brauchen Funktionen, die kein Standardshop mitbringt.

Shopify
Im App Store stehen über 21.000 Apps, viele sind in Minuten installiert. Bezahlte Tarife kosten meist 10 bis 50 US-Dollar im Monat, oft gestaffelt nach Bestellungen. Grenzen setzt die Plattform: Ein Produkt hat höchstens drei Optionen, und in die Schritte der Kasse dürfen Apps nur im Plus-Tarif eingreifen.
Eigener Code
Deine Agentur baut die Funktion in den Shop ein, genau so, wie dein Sortiment es braucht. Das kostet einmal Entwicklungszeit, eine laufende Gebühr kommt nicht dazu. Grenzen setzt nur das Budget, keine Plattform.

Für dich heißt das: Für Standardfunktionen ist Shopify mit Apps schneller. Je besonderer dein Sortiment ist, desto mehr spricht für eingebaute Funktionen.

Wem gehört dein Shop, wenn du wechseln willst?

Irgendwann willst du vielleicht das System oder die Agentur wechseln. Spätestens dann zeigt sich, was dir wirklich gehört.

Shopify
Produkte, Kunden und Bestellungen exportierst du als Tabelle. Die Lizenz eines Themes gilt für genau einen Shopify-Shop, Apps und ihre Daten bleiben bei den Anbietern, und die Passwörter deiner Kunden lassen sich nicht übertragen. Die Preise legt Shopify fest: Anfang 2023 stiegen die Tarife um rund ein Drittel, auch für bestehende Shops.
Eigener Code
Code, Datenbank und Zugänge gehören dir. Der Shop zieht als Ganzes auf einen anderen Server oder zu einer anderen Agentur, und jeder Entwickler, der die Technik kennt, kann daran weiterarbeiten. Wird ein Serveranbieter teurer, ziehst du um.

Für dich heißt das: Bei Shopify mietest du, bei eigenem Code besitzt du. Das zählt umso mehr, je länger dein Shop wachsen soll.

Was ist besser, Shopify oder eigener Code?

Beide Wege führen zu einem guten Shop. Hier stehen ihre Stärken und das, was du bedenken solltest, gleich viel auf jeder Seite.

Shopify

Stärken

  • Zahlungen laufen mit einer Anmeldung: Karten, mobile Bezahldienste und Klarna über Shopify Payments.
  • Hosting, Sicherheit für Kartenzahlungen und Lastspitzen trägt Shopify, im Tarif enthalten.
  • Über 21.000 Apps stehen bereit, viele Funktionen sind in Minuten nachgerüstet.
  • Viele Agenturen kennen Shopify, ein Wechsel der Agentur ist leicht.

Zu bedenken

  • Tarif, Apps und Zahlungsgebühren laufen jeden Monat, ein Großteil wächst mit dem Umsatz.
  • Ein Produkt hat höchstens drei Optionen, in die Schritte der Kasse greifen Apps nur mit Plus ein.
  • Theme und Apps bleiben beim Wechsel zurück, nur die Daten kommen als Tabelle mit.
  • Preise und Regeln legt Shopify fest, Anfang 2023 stiegen die Tarife um rund ein Drittel.

Eigener Code

Stärken

  • Es gibt keine Plattformgebühr, je Verkauf zahlst du nur deine Zahlungsanbieter.
  • Produkte, Kasse und Abläufe folgen genau deinem Sortiment.
  • Code, Daten und Zugänge gehören dir, der ganze Shop kann umziehen.
  • Kein Plattformanbieter ändert Preise oder Regeln für deinen Shop.

Zu bedenken

  • Jede Funktion braucht Entwicklung, statt sie per App zu installieren.
  • Jeder Zahlungsanbieter braucht eine eigene Anbindung.
  • Server, Updates und Sicherheit brauchen einen Entwickler, meist deine Agentur.
  • Mit mehr Bestellungen braucht der Server mehr Leistung und kostet mehr.

Kurz gesagt

Shopify passt gut zu einem überschaubaren Sortiment ohne besondere Abläufe, wenn du Zahlungen, Server und Sicherheit komplett abgeben willst.

Ein Shop in eigenem Code lohnt sich, wenn dein Umsatz wächst, deine Produkte eigene Logik brauchen oder du keine Plattform zwischen dir und deinen Kunden haben willst.

Den Aufbau bezahlst du in beiden Fällen einer Agentur. Der Unterschied liegt in allem, was danach kommt.

So sieht eingebaut aus

Zwei Werkzeuge aus Shops in eigenem Code, die ich gebaut habe. Sie rechnen hier mit denselben Regeln wie im Shop, du kannst sie direkt ausprobieren.

Logo von CleverBad

Bei CleverBad gestalten Kunden ihre Wandpaneele selbst: Raum wählen, Wandmaße eingeben, Motiv aussuchen. Der Shop rechnet Paneele, Zuschnitte und Preis sofort aus.

Logo von Re-elko

Bei Re-elko geben Kunden die Fläche ihrer Terrasse ein und sehen die Zahl der Dielen samt Verschnitt, bevor sie die Menge in den Warenkorb übernehmen.

Was am Ende wichtig ist

Ob Shopify oder ein eigener Onlineshop besser zu dir passt, zeigt sich weniger beim Aufbau als in den Jahren danach. Shopify nimmt dir Server, Sicherheit und Zahlungen ab und verdient dafür an jedem Verkauf mit. Ein Shop in eigenem Code braucht mehr Einrichtung, dafür gehört er dir, und von jedem Verkauf behältst du mehr.

Am deutlichsten wird das bei den laufenden Kosten. Bei wenigen Tausend Euro Umsatz ohne Apps nehmen sich beide kaum etwas. Bei 100.000 € Umsatz im Monat und drei Apps zahlst du mit Shopify selbst im günstigsten Tarif rund 3.400 € mehr im Jahr, in fünf Jahren rund 16.900 €. Der Grund: Tarif und Apps laufen jeden Monat, und die Gebühren je Verkauf wachsen mit deinem Umsatz.

Bei den Zahlungen liegt Shopify vorn: Eine Anmeldung genügt, und Karten, mobile Bezahldienste und Klarna laufen. Ein eigener Shop braucht für jeden Anbieter eine Anbindung, danach zahlst du nur dessen Gebühren. Bei besonderen Funktionen und beim Eigentum dreht sich das Bild. Apps kosten jeden Monat und stoßen an die Grenzen der Plattform, eingebaute Funktionen bleiben Teil des Shops, und Code, Daten und Zugänge gehören dir.

Für deine Entscheidung lohnt ein Blick nach vorn. Rechne mit dem Umsatz, den du in drei Jahren erwartest, und notiere, was deine Produkte brauchen, etwa mehr als drei Optionen, einen Rechner oder eigene Preise für Geschäftskunden. Lass dir dann von jeder Agentur vor dem Auftrag schriftlich geben, was dein Shop bei diesem Umsatz im Monat kostet und wem er am Ende gehört.

Häufige Fragen zu Shopify

Beim Aufbau nicht, wenn eine Agentur baut: Gestaltung, Einrichtung, Produkte und Texte sind auf beiden Systemen dieselbe Arbeit. Bei mir kostet ein Shop 1.600 bis 2.000 €, ein Shop Pro 2.800 bis 3.500 €. Laufend zahlst du bei Shopify Tarif, Apps und Gebühren je Verkauf, bei eigenem Code meist 25 bis 40 € im Monat für Hosting und Datenbank sowie die Gebühren deiner Zahlungsanbieter. Bei kleinem Umsatz liegen beide nah beieinander, mit jedem Verkauf wächst der Abstand zugunsten des eigenen Codes.

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Erzähl mir, was du verkaufst und wie dein Betrieb arbeitet. Dann sage ich dir ehrlich, ob Shopify für dich reicht oder ob sich ein Shop in eigenem Code lohnt, und welcher Rahmen dazu passt.